Sprache konstruiert Welt

Mein jüngster Sohn hat den Film „Arrival“ für unseren Kinobesuch ausgewählt.

Science-Fiction, mag ich gerne, auch wenn mir Filme oft zu viel „Tschin-Bumm“ enthalten und ich lieber lese. Umso mehr hat mich dieser Film positiv überrascht und vielleicht ist er deshalb medial nicht so präsent. Er ist erstaunlich ruhig und geht unter die Haut.

Die zentrale These, die konsequent herausgearbeitet wird, könnte man so zusammenfassen:
Beim Lernen einer neuen Sprache verändert sich die Sicht auf die Welt.
Es wird darauf verwiesen, dass beim Lernen einer neuen Sprache neue „Verbindungen“ im Gehirn entstehen, dass man eine neue Kultur verstehen lernt und damit dann auch die Welt neu versteht, dass die neue Sprache einen also als Ganzes verändert.
In einer von Liebe in einem großen Sinn getragenen Geschichte, wird diese These in berührende Form gebracht und die Bedeutungsvielfalt selbst der eigenen Sprache verdeutlicht. Sprache kann sogar als Waffe bezeichnet werden und als solche zugleich als DER Weg zum Frieden erscheinen.

Beim Verlassen des Kinos hatte ich den Eindruck, dass ich die Welt mit neuen Augen sehe. Das haben bislang nicht so viele Filme ausgelöst und bislang vor allem eher durch neue Bildtechniken, die Schauen verändert haben, wie etwa Matrix.
Arrival erreichte dagegen viel schleichender meine Synapsen.

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