GEBURT s TAG

Nicht der aktuell weltweit gefeierte Tag der Christen ist es, der mich primär bewegt, sondern mein eigener vor zwei Tagen.
Es ist schon ein seltsames, WUNDERbares Ereignis, so eine Geburt. Und ich weiß, wovon ich spreche, habe ich immerhin die vier Geburten meiner Kinder hauthnah miterlebt.
Es ist nachvollziehbar für mich, dass es ein heiliges Fest dafür gibt.

Ich selbst erlebe die Tage meiner Geburt jedes Jahr wieder, so lange ich mich daran erinnern kann, mit sehr gemischten Gefühlen. Auch wenn ich schon oft versucht habe, eine positive Haltung zu bewahren, so lande ich doch unterschiedlich tief, in einer mich aus dem Alltag reißenden Einsamkeit.
Hineingeworfen in das Sosein – mit dieser Wahrnehmung bin ich nicht alleine.
Ich würde auch das Wort „Zusammenbruch“ dafür wählen. Aus unendlichen Möglichkeiten bricht etwas bestimmtes heraus, manifestiert sich und grenzt sich ab gegenüber allem anderem. Dabei ist diese Manifestation nie ohne Verbindung und immer auch in Abhängigkeit zu allem anderem Gewordenen. Diese Verbundenheit sehe ich ganz und gar nicht spirituell, sondern handfest physikalisch. Verbunden ja, aber nicht in einem notwendigen kausalen Ursache-Wirkungs-Verhältnis. Der „Spiel“raum des Zufalls und somit auch des freien Willens macht diese Welt erst lebendig in meinem Verständnis.

Die Wahrnehmung der Einsamkeit entlang meines Geburtstraumas scheint sich zu Silvester hin zu überlagern mit mindestens einem weiteren, tief erschütternden Trauma, das mich täglich begleitet, das mich geprägt und wesentlich dazu beigetragen hat, dass ich so bin, wie ich heute bin.
Mich selbst positiv anzunehmen und Gutes von mir zu erwarten, ist die daraus erwachsene Übung, um zwischendurch Zufriedenheit zu erleben und mich durch das Grunderlebnis der Einsamkeit hindurch anderen in Liebe verbunden zu erleben.
Eine unüberwindliche Distanz, die mich immer und immer wieder schmerzhaft auf mich selbst zurückwirft.
Wenn ich mich umsehe, habe ich den Eindruck, dass ich damit nicht alleine bin und siehe da, auch darin erlebe ich Verbundenheit.

Begrenztes Leben im ICH sehnsüchtig hin zum DU ein unreifes WIR gebährend.

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