Biofeedback

Wie konnte ich trotz so vieler Erfahrung nur erwarten, dass Verbesserungen an meiner Wirbelsäule ohne psychische Entwicklungen möglich werden könnten?

In vielen Jahren habe ich mich durch massive Schmerzen von meinem Steißbein, bis zu den Brustwirbeln hochgarbeitet und gelernt, immer aufrechter zu stehen.
Immer habe ich mich dazu als Ganzes weiterentwicklen müssen und auch so manche schmerzhafte Erfahrung psychischer Natur überwinden dürfen.
So ist es gelungen, über weite Strecken schmerzfrei und immer zufriedener zu leben.

Wenn ich mich derzeit mit meinem Brustwirbel plage – oder er mich – und den daraus resutlierenden Verspannungen im Nacken, so bleibt das nicht ohne Wirkung auf meine menatale und psychische Befindlichkeit.
 Weitere Entwicklungsschritte stehen an?

Was sonst?
Das ist Leben!

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GEBURT s TAG

Nicht der aktuell weltweit gefeierte Tag der Christen ist es, der mich primär bewegt, sondern mein eigener vor zwei Tagen.
Es ist schon ein seltsames, WUNDERbares Ereignis, so eine Geburt. Und ich weiß, wovon ich spreche, habe ich immerhin die vier Geburten meiner Kinder hauthnah miterlebt.
Es ist nachvollziehbar für mich, dass es ein heiliges Fest dafür gibt.

Ich selbst erlebe die Tage meiner Geburt jedes Jahr wieder, so lange ich mich daran erinnern kann, mit sehr gemischten Gefühlen. Auch wenn ich schon oft versucht habe, eine positive Haltung zu bewahren, so lande ich doch unterschiedlich tief, in einer mich aus dem Alltag reißenden Einsamkeit.
Hineingeworfen in das Sosein – mit dieser Wahrnehmung bin ich nicht alleine.
Ich würde auch das Wort „Zusammenbruch“ dafür wählen. Aus unendlichen Möglichkeiten bricht etwas bestimmtes heraus, manifestiert sich und grenzt sich ab gegenüber allem anderem. Dabei ist diese Manifestation nie ohne Verbindung und immer auch in Abhängigkeit zu allem anderem Gewordenen. Diese Verbundenheit sehe ich ganz und gar nicht spirituell, sondern handfest physikalisch. Verbunden ja, aber nicht in einem notwendigen kausalen Ursache-Wirkungs-Verhältnis. Der „Spiel“raum des Zufalls und somit auch des freien Willens macht diese Welt erst lebendig in meinem Verständnis.

Die Wahrnehmung der Einsamkeit entlang meines Geburtstraumas scheint sich zu Silvester hin zu überlagern mit mindestens einem weiteren, tief erschütternden Trauma, das mich täglich begleitet, das mich geprägt und wesentlich dazu beigetragen hat, dass ich so bin, wie ich heute bin.
Mich selbst positiv anzunehmen und Gutes von mir zu erwarten, ist die daraus erwachsene Übung, um zwischendurch Zufriedenheit zu erleben und mich durch das Grunderlebnis der Einsamkeit hindurch anderen in Liebe verbunden zu erleben.
Eine unüberwindliche Distanz, die mich immer und immer wieder schmerzhaft auf mich selbst zurückwirft.
Wenn ich mich umsehe, habe ich den Eindruck, dass ich damit nicht alleine bin und siehe da, auch darin erlebe ich Verbundenheit.

Begrenztes Leben im ICH sehnsüchtig hin zum DU ein unreifes WIR gebährend.

SELBSTexpoEXPLOratioN

Ein kurzweiliger Vortrag von Toni Innauer bei einer Weiterbildung hat mich an manchen Stellen tief berührt und zwar besonders dort, wo er auf die Zusammenhänge in seiner Biographie bis hin in die Kindheit verwiesen hat, die für seine spätere Karriere von Bedeutung waren.

Beim Schreiben über mich hier im Profil des Blogs, wurde mir wieder einmal bewusst, auf wie viel Erfahrung ich zurückgreifen darf. Trotzdem stehe ich auch heute vor jedem Lernschritt wieder vor Neuem. Wie hat Innauer gesagt: „Beim Lernen ist es so, dass man immer mit etwas Neuem konfrontiert ist, das man noch nicht kennt.“
Ja, auch heute lerne ich stetig. Das Leben ist nie gleich, jeder Tag birgt Neues und damit Potential zur Entwicklung. Ich würde sogar sagen, wer aufhört zu lernen, lebt nicht.

Trotz aller Erfahrung bin ich immer wieder herausgefordert, kann ich mich nicht alleine auf bereits Gelerntes verlassen. Das hält mich lebendig, auch wenn es mir manchmal mühsam vorkommt und ich immer wieder auch ausweiche – nicht schon wieder etwas Neues.

Neben ruhigeren Lebensphasen, in denen sich Gelerntes konsolidieren und bewähren darf, braucht es auch Zeiten, in denen man den Blick zurück wendet. Mir war es zumindest immer wieder eine Hilfe und konnte ich größere Entwicklungsschritte nur machen, wenn ich meine Geschichte nicht aus den Augen verloren habe. Das kann erfreulich sein – „fein, was ich geschafft habe“ – aber auch sehr schmerzhaft sein, wenn man mit eigenen Fehlern und Schwächen konfrontiert ist und auch mit denen der anderen, die sich gerade in frühen Jahren auf einen ausgewirkt haben. Hilfreich ist es allemal gewesen.

Entwicklung und Lernen verwende ich hier fast synonym. Ich bin überzeugt, dass sie zwei Blickrichtungen auf ein und das selbe benennen. Lernen ist oft auf scheinbar objektives gerichtet (einen Wissensinhalt, eine handwerkliche Fertigkeit, …), während Entwicklung persönliches meint (Denkweisen, Haltungen, Emotionen, …). In meiner Erfahrung hängen diese beiden sehr sehr eng zusammen.
Kein Lernen ohne Entwicklung und keine Entwicklung ohne Lernen.